Dienstag, 21. August 2012

We Are Augustines - Rise Ye Sunken Ships

Hemdsärmliger Britrock aus Brooklyn



Ich weiss ich habe schon extrem lange nichts mehr geschrieben. Es tut mir nichtmal leid, weil ich einfach Zeit gebraucht habe um erstens wieder Freude am Schreiben und vor allem am Hören zu finden. Eigentlich ist der CiH Anspruch ja ein mehr oder minder aktueller Musikblog zu sein. Und um dies zu belegen gibts jetzt erstmal ne Review von Anfang März :-). Aber das Album hätte es einfach nicht verdient unterzugehen im Aktualitätswahn. Also bewerft mich mit alten Socken aber ich muss einfach noch meine Meinung dazu los werden. Ich hoffe Marco und Sven werden demnächst auch wieder aktiver, dass wir den Blog wieder zusammen auf Vordermann bringen. Ihr unterstüzt uns dabei am besten durch zahlreiche Kommentare, likes und Beschimpfungen. Danke!

1.Chapel Song 2.Augustine 3.Headlong Into The Abyss 4.Book Of James 5.East Los Angeles 6.Jouarez 7.Philadelphia (The City Of Broderly Love) 8.New Drink For The Old Drunk 9.Patton State Hospital 10.Strange Days 11.Barrel Of Leaves 12.The Instrumental

Beim ersten Anspielen im März dieses Jahres war mir irgendwie nicht klar, was ich da höre und hab daher das Album erstmal zur Seite gelegt. Im zweiten Anlauf, dann einen Monat später hatten mich die Jungs aus Brooklyn, die so ganz und gar nicht nach großer Stadt klingen. "We Are Augustines" sind eine Indie-Rock Band, die Indie Rock macht. Keine Elektro, kein Folk, kein Dubstep - Indie Rock und das zeitgemäß. It's only Indie Rock&Roll mal schaun ob ich es auch like.

Der Opener "Chapel Song" kündigt sich erstmal mit einem monotonen Drum Beat an und bauscht sich nach und nach zu einer Hymne auf, die aus einem schönen Sommertag einen schöneren Sommertag machen. Der Song kommt aber gerade inhaltlich trotz der catchy "Bright Blue Sky" Hookline aber auch dunkel daher. Es geht nämlich nicht zum ersten Mal um verlorene Liebschaften. Ähnlich wie bei dem annähernd so guten Vaccines Hit "All in White". Ich mag beide Songs... und beide habend das große Hymnen-Potential.





Referenzen wie die Editors oder Springsteen springen einem dann im Verlauf des Albums ins Gesicht. Gerade der Song "Augustine" hat sehr viel von den Editors. Auch wenn er zu den etwas schwächeren Songs der Platte zählt.
"Hadlong Into The Abyss" sorgt dann aber schnell wieder für mehr Drive und Tiefgang. Die Stimmte des Sängers Billy McCarthy schreit nach der Polizei und gibt dem Song eine tolle Atmosphäre.
Der wohl meistgehörte und beliebteste Songs ist wohl aber "Juarez", der sich wie der Opener auch langsam aufbaut. Eine ideale Untermahlung für Abschiedsszenen in amerikanischen Serien. Wartet ab er wird verwendet werden :-).

Eins haben aber die meisten Songs des Albums gemein - Catchyness. Warum das Album mich nicht im ersten Anlauf bekommen hat. Ist mir heute ein Rätzel. Jeder Song hat eine Hookline, die sich im Zweifel über Tage und Wochen im Kopf halten kann.

Da Draußen gibt es große Songschreiber, die einen lyrisch das Ohr auf Rosen betten etc. pp. Dazu gehört die Band "We Are Augustines" aus Brooklyn New York sicherlich nicht. Es werden keine Bilder überstrapaziert oder expressinoistische Soundversuche gestartet. Trotzdem oder gerade deswegen ist "Rise Ye Sunken Ships" so großartig geworden. Es werden Geschichten erzählt die jeder Versteht und Emotionen vermittelt die jeder kennt. Hemdsärmlig und gut! Und deshalb auch 80% für die Briten aus Brooklyn.

erscheint am 2. März 2012 via Oxcart Records (EMI)
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