Montag, 17. Mai 2010

Band Of Horses - Infinite Arms

erschienen am 14. Mai 2010 über Col (Sony Music)


Ich bin großer Fan des 2. Albums "Cease To Begin" der amerikanischen Band Band Of Horses. Deshalb habe ich mich sehr auf das neue Album gefreut. Jedoch kann es den beiden Alben davor in keinster Weise das Wasser reichen.

Geht das Album mit "Factory" und "Compliments" noch ganz akzeptabel los, so plätschern die langsamen Songs emotionslos vor sich hin. "Cease To Begin" hat es zu diesem Zeitpunkt schon geschafft durch sphärische Klänge Atmosphäre zu erzeugen. Im neuen Werk wirken diese Versuche eher arg gewollt. Dies fällt bei dem sich zäh dahin ziehenden "Blue Beard" besonders auf. Man hat antscheinend versucht vom Stil auf den noch rollenden Fleet Foxes Folk-Zug aufzuspringen. Leider bleibt der Drive, der die Band in den ersten beiden Alben auszeichnet zumeist auf der Strecke. Die langsamen Stücke (8 von 12) wirken so etwas zahnlos. Sie kommen nicht an "Is There A Ghost" oder "The Funeral" der Vorgänger heran.

Aber bevor ich hier in meinem ersten Blog-review zu einem total Verriss tendiere darf ich erwähnen das einzlene Lichtblicke das Album vor der total Enttäuschung retten. "Dilly" kommt sehr sommerlich daher und erinnert sehr an Death Cab. Ausserdem ist der letzte Song "Neighbor" der einizig gelungene langsame Song. Er schafft es fast sakrale Stimmung zu erzeugen und bildet einen versöhnlichen Abschluss für ein ansonsten durchschnittliches Album.

Es bleibt nur zu hoffen, dass Ben Bridwell und seine Mannen, sich wieder auf die ursprünglichen Stärken besinnen und auch mal wieder etwas stärker in die Saiten hauen.

Wertung: 2 von 5 Sternen

So jetzt noch eine Bitte in eigener Sache. Bitte nehmt doch an unserer Umfrage zum Musikkonsum teil.

Danke im vorraus Andi

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