Sonntag, 25. Juli 2010

RPA & The United Nations Of Sound - dto.

erschienen am 16. Juli über Parlophone (EMI)


der Egozentriker Richard Ashcroft kommt mir einer neuen "Band" zurück. Nach dem wohl schlechtesten Britpop-Comeback mit the Verve aus dem Jahr 2007 wurde die Kultband aus den 90ern kurzerhand wieder aufgelöst, was nach dem völlig verkorksten "Forth" auch wohl eine gute Entscheidung war.

Jetzt probierts unser lieber Richard also mit der Formation RPA & The United Nations Of Sound. Ganz uneitel hat er sich auch im Bandnamen verewigt. RPA steht für nichts anderes Richard Paul Ashcroft. Die Platte wurde in New York aufgenommen und mit Hilfe hauptsächlich amerkanischer HipHop oder Soul Produzenten eingespielt. Dieses experiment ist für einen gestanden Britpoper mehr als ungewöhnlich und ist der Platte deutlichst anzuhören.

Das Album versucht ständig den Drahtseilakt zwischen Balade und Up-Tempo Tracks gut hinzubekommen. Darum wird das Album auch nie wirklich langweilig, da sich mit stoischer Regelmäßigkeit diese beide Songarten abwechseln, wobei sich die meisten Tracks etwas überproduziert anhören. Balladen = zu viel Streicher, Up-Tempo = zu viel Beat. Natürlich bleibt Richard Ashcroft - Richard Ashcroft und seine Stimme schafft es aus total verkorksten Tracks wie "Beatitudes" okaye Stücke zu machen. Ausserdem wurden auch einige Tracks dreistest geklaut vergleicht selbst. "America" hört sich doch sehr ähnlich an wie "Stadt" von Casandra Steen auch wenn ich nicht wirklich glauben kann dass, Herr Ashcroft so weit gesunken ist.

Inhaltlich - und das ist was mich am meisten stört - spielt sich Richard als Xavier Naidoo Ersatz auf und philosophiert über Glauden, Gott und Tod. Das nervt bei Herr Naidoo genauso wie bei Herrn Ashcroft. Vielleicht versucht man ja sogar über diese Schiene in den USA Fuß zu fassen... ist aber natürlich pure Spekulation.

Im großen und ganzen lässt sich das Album aber doch anhören solange man nicht auf die Texte achtet und die 3-4 schwachen Tracks ausblendet und sich auf die schönen Balladen konzentriert wie, "She Brings Me Music" oder "This Thing Called Life" , die noch am ehesten an alte Zeiten Verve oder die guten Solozeiten erinnern ohne jetzt ein Britpop Nostalgiker sein zu wollen... ach Scheiss drauf !!! Früher war er besser! Daher hätte es nur einen von fünf Sternen gegeben aber auf Grund von ultimativer Sonnebrillen Coolnes und heute noch schwer zu findender echter Rockstarattitude bekommt er zwei. ;-) irrational ist aber so!

Keine Kommentare :

Kommentar posten