Montag, 15. August 2011

Black Lips - Arabia Mountain

erschienen am 24.6 über Coop Music (Universal)

Derzeit herrscht ja etwas Flaute mit tollen Neuerscheinungen. Aber was im August auf uns zu kommt wird großartig. Also haben wir etwas Zeit auch schon etwas länger zurück liegende Alben zu rezensieren. Das bedeutet im Falle der Black Lips nicht zwingend dass sie sonst nicht aufgefallen wären. Die Black Lips existieren bereits seit 1999 und machen einen Mix aus Punk, Low-Fi , Garage und 60s Music. Der bekannteste Song der Bandgeschichte ist wohl "Bad Kids", das gerade mit dem Video zur Lage in England passt.  Mit "Arabia Mountain" erschien nun das schon sechste Studioalbum der Jungs aus Atlanta. Für diese Platte holten sie sich erstmals prominente Unterstützung vom Produzenten Mark Ronson, der u.a. schon Amy (Gott hab sie seelig) Winehouse und den Rumble Strips zu einem unverkennbaren Sound verholfen hat. Aber nun zu "Arabia Mountain". 

Trotz der jetzt schon langjährigen Bandgeschichte sind die Black Lips auf "Arabia Mountain" keines Falls altersmüde geworden. Die 16 (!!!) Tracks haben durchweg Pfeffer im Arsch. Selbst nennen sie ihren Stil Flower-Punk, das hängt wahrscheinlich mit den 60er Einflüssen und dem doch punkigen Gesang. Was man also nicht erwarten darf sind zutiefst verkopfte Texte. Was man erwarten darf ist jedoch guter alter Rock N' Roll, Spaß und Ohrwürmer. Die Titel sind alle nicht sonderlich lang und pendeln sich meist bei einer Länge von zwei bis drei Minuten ein. Die Schlagzahl wie einem hier Song um Song um die Ohren gehauen wird ist atemberaubend. Zwei Dinge haben sie jedoch alle gemein sie gehen ins Ohr und leider wirkt die Punkstimme von Cole Alexander etwas verwässert. Etwas mehr klarere Punkattitüde hätte hier nicht geschadet Herr Ronson. Aber nun ja das tut dem Spaß den "Arabia Mountain" versprüht , kaum einen Abbruch. Am besten verdeutlicht das Wohl die Single "Modern Art". Dancefloor Smasher dieser Bauart sind auf "Arabia Mountain" massig vorhanden. Aber auch Songs wie "Spidey's Curse"  wissen mit einer Mischung aus den  großen Namen der britischen swinging 60s zu überzeugen. 

Songs aus "Arabia Mountain" werden den Indie-DJs dieser Welt mit Sicherheit helfen die Tanzflächen zu füllen. Es fällt schwer die Beine still zu halten. Auf Albumlänge ist das Album aber dann doch etwas uninspiriert. Deshalb gibts heute für "Arabia Mountain" drei Zigaretten.

Wertung:





Jetzt noch was in eigener Sache. Das was ihr gerade gelesen habt war sage und schreibe der 100ste Höllenzigaretten Post! Ich möchte mich bei allen Lesern bedanken, die Kritik und Lob geäußert haben und die Wir (Marco und ich) auf diesem Wege kennen lernen durften. Ich für meinen Teil wünsche mir das es so weiter geht und hoffe auch die 200 Post-Marke zu erreichen. 

Nochmals Danke und stay mad for it. 

Der Zigaretten-Andi

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