Mittwoch, 23. Februar 2011

Radiohead - The King Of Limbs

Wuuuhuuu Radiohead ein neues Album und die Welt steht still oder so... Marco und ich sind überzeugte Radiohead Ignoranten und verstehen nicht, wieso jeder Musikkritiker jeglichen Output von Thom Yorke und seinen Mannen über den Klee lobt. Aber... da wir unsere Musikreview-Crediblity :-) nicht verlieren möchten überlassen wir die Review hiermit einer Frau die sich mit Radiohead auskennt. Somit wird das der erste und hoffentlich nicht letzte Gastauftritt der bezaubernden Jil. Danke!! und Ich hoffe sie hat sich von dem solidarisch hängedem Augenlied erholt!


ershcheint am 25.03.2011 über XL-Recordings



Wohl kaum eine andere Band schafft es mit ihren spontanen und unvorhersehbaren  Veröffentlichungsmodalitäten die Medien so sehr aus der Bahn zu werfen wie Radiohead. Konnten die Käufer  beim Erwerb der letzten Platte In Rainbows noch selbst bestimmen, wie viel ihnen das siebte Studioalbum wert ist, hat es die Band um Frontsänger Thom Yorke beim aktuellen Album  The King of Limbs geschafft, sämtliche Interessengruppen an der Nase herumzuführen.

Hier das hämische PR-Konzept zum Mitschreiben: Man werkelt einige Monate an dem neuen Album ohne dies Preis zu geben, dann eröffnet man auf seiner Homepage, dass in fünf Tagen das neue Album veröffentlicht wird, dieses für nur 7 € erhältlich ist, um es dann doch schon vier Tage nach der Ankündigung mit den Worten: "It's Friday... It's almost the weekend...It's a full moon....You can download 'The King of Limbs' now if you so wish!" zum kostenpflichtigen Download bereitzustellen. Zugeben, so etwas ist nur machbar, wenn man Radiohead heißt.

Das von Nigel Godrich produzierte Werk enthält nur acht Songs, insgesamt magere 37 Minuten, was einen eingefleischten Fan noch vor dem Anspielen nach einem neuen Album lechzten lässt. Die ersten Sekunden von "Bloom" erinnern an eine hängende Philip Glass-Platte – bis die ersten elektronischen Perkussionen einstimmen und den erwartungsvollen Hörer erleichtert ausatmen lassen.

Der zweite Song "Morning Mr Magpie“ endet mit den Zeilen "And now you stole it, all the magic, took my melody" – nicht nur Herr Yorke vermisst seine einst magischen Momente. Aber ich will nicht zu voreilig sein, schließlich liegen noch drei Viertel der Platte vor mir…

Nach der Hälfte des Albums, ich sehne mich noch immer nach einer markanteren Stromgitarre, die erste Single "Lotus Flower". Ich höre etwas Vertrautes, ja, sowas will ich hören auf der neuen Radiohead-Platte. Mit diesem ungewöhnlich eingängigen Song beweist die Band, nicht zuletzt durch das Video, dass ihre Musik (noch) tanzbar ist.

Nach genau fünf Minuten abzappelnder und umherfliegender Gliedmaßen, die Bilderbuch-Ballade "Codex". Da sind sie wieder, die guten alten Amnesiac-Zeiten mit einer Neuauflage des "Pyramid Songs".

Ich fühle mich nun wohler. Die letzten beiden Songs waren ordentlich. Für den vorletzten Song "Give Up The Ghost" wird die Akustikgitarre ausgepackt. Zum Vorschein kommt eine minimalistische Ballade unterlegt mit verzerrten Bettel „Don’t hurt me“. Fazit: OK (Computer). "Separator" bildet den Abschluss. Leider keinen krönenden.

Generell 3 von 5 (Nichtraucherinnen) Zigaretten. An die Erfolgsplatten der letzten Jahrzehnte kommt The King of Limbs nicht heran. Aber: Ich bin mir sicher, dass auch dieses neue Meisterwerk von Radiohead mit mehrmaligem Hören wächst. Daher: 3,5 von 5 (Nichtraucherinnen) Zigaretten.


Nichtraucher Wertung:


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