Donnerstag, 15. März 2012

Lee Ranaldo - Between The Times And The Tides

Sonic Youth Light



01.Waiting On A Dream 02.Off The Wall 03.Xtina As I Knew Her 04.Angles 05.Hammer Blows 06.Fire Island (phases) 07.Lost (plane t Nice) 08.Shouts 09.Stranded 10.Tomorrow Never Comes

Hello Indie Kids! Ihr kennt doch bestimmt Sonic Youth. Das ist die Band die Kurt Cobain damals immer so gut fand. Weiter geht’s bei vielen leider nicht, was diese großartige Band angeht, die sicher mit zu den einflussreichsten Rockbands der letzten 30 Jahre zu zählen ist – man schaue sich nur an, welch prominente Leute z. B. die Tracklist des Compilation Albums „Hits are for squares“ zusammengestellt haben (u. a. Beck, Radiohead, Eddie Vedder). Man glaubt es auf das erste hören oft nicht, aber Sonic Youth haben eine ganze Menge schönster Melodien in ihrer bisherigen Diskographie versteckt (s. z. B. The Diamond Sea). Auf der anderen Seite sind sie aber eben auch Meister darin, diese Melodien im Laufe der Songs massiv zu demontieren. Vielen meiner musikalischen Freunde fiel aufgrund der starken Noiseelemente im Sound der Band bisher der Zugang zur Schönheit der Musik eher schwer (für eigentliche Fans macht aber genau das mit den Reiz aus).


Aber auch die Damen und Herren Sonic Youth scheinen im Alter ein wenig zahmer zu werden und so legte bereits Frontmann Thurston Moore im letzten Jahr mit „Demolished Thoughts“ ein recht eingängiges Folk-Pop-Rock Soloalbum vor, das aber durchaus überzeugen konnte. Nun folgt ihm Kollege Lee Ranaldo mit einem zwar eher zu elektrischen Gitarren tendierenden Album, welches aber auch um einiges eingängiger und poppiger daherkommt als die meisten Sonic Youth Alben. Auch die Noiseelemente sind deutlich zurückgefahren, klares Songwriting steht im Vordergrund. Zwar driften auch hier die Songs manchmal ein wenig ab, jedoch nie in einem Ausmaße dass von Demontage zu sprechen wäre. Vielmehr sind es Gitarrensoli, die sich ohne Probleme ins Gesamtbild der Songs einpassen. Neben den elektrischen Songs bestehen große Teile des Albums aus Akusitk Balladen wie „Hammer Blows“, die sowohl von der Instrumentierung als auch von der Stimmung wunderbar auf Thurston Moores Album gepasst hätten. So bekommen wir auf Lee Ranaldos "Between The Times And The Tides" also eine Art Sonic Youth Sound Light plus Akustik Balladen. Das wirkt nicht immer homogen, sondern eher wie eine Kollektion von verschiedenen Songs, kann aber aufgrund des starken Songwritings größtenteils überzeugen. Der Zugangist in jedem Fall einfacher als zu den meisten Sonic Youth Alben, mir persönlich würden mal wieder ein paar Soundexperimente ganz gut gefallen.

VÖ am 16. März über Matador

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